<?php dynOutput ("0401", "Blog vom 13.02.09");?>


kein wirkliches Portrait sondern nur ein kleiner Ausschnitt von Augen und Nase der so grieselig wie ein altes stark verrauschtes schwarz/weiss Fernsehbild wirkt.

Von Unix Ostereiern, CentOS und Flock

Juhuu - Debian 5.0 alias Lenny steht vor der Tür! Da ich auf neue Server Hardware umsteigen möchte, bietet sich gleichzeitig die Neubewertung verfügbarer Distributionen an.

Um mit besagter Tür ins Haus zu fallen: es ist noch immer der selbe Mist wie eh und je: über die Standard-Pakete bekommt man nicht alles was man braucht und wer sich dann mit der Installation aus den Quellen beschäftigt, darf seine Zeit erst mal mit der fröhlichen Ostereiersuche nach benötigten Developer Paketen, header files und dem ganzen trallala vertreiben.

Damit alle etwas davon haben, gibts auch bei kleinen Versionssprüngen der selben Distribution neue Verstecke für bereits entdeckte Bestandteile.

Zum Glück ist die Community fleissig dabei den Fundort wichtiger Zutaten in howtos zu verraten. So gelingen selbst ausgefallene Kompilierungen nach einer Schnitzeljagd quer durch das weltweite Datennetz, falls dem Nutzer nicht zuvor der Kragen platzt und der Testrechner aus dem Fenster fliegt.

Dieses gemurkse gilt auch für die selbsternannten "Enterprise" Systeme, wie mir ein Blick auf CentOS 5.2 bewusst machte. Ich muss jedoch sagen, das diese von Red Hat geklau... nein - lieber genauer - die aus den RHEL Quellpaketen kompilierte Distribution einen sehr guten Eindruck macht.

Moralisten spendet dies einen seltsamen Beigeschmack, andererseits gibts ja hübsche Argumente um den Einsatz so umzubiegen wie's einem grad in den Kram passt. Wer nach Hilfe zur Rechtfertigung sucht wird in der Diskussion bei Slashdot zur Frage "Is CentOS Hurting Red Hat?" fündig. Da fühlt man sich doch gleich viel besser und wird gar zum Entwicklungshelfer für Red Hat.

Zum Glück habe ich auch eine hübsche Ausrede: mit CentOS kann ich Lesern meiner noch immer nicht geschriebenen aber längst überfälligen dritten Auflage von "Der eigene Webserver" zeigen wie sie einen Server unter CentOS pardon RHEL einrichten und administrieren. Tatsächlich zählt RHEL neben Debian und - seit der deutlichen performance Verbesserung von - FreeBSD zu den wenigen Unix Derivaten die ich für den Server Einsatz aktuell empfehle.

Mein Blog wird weiterhin technisch gehalten. Wer mehr lesen und nichts verpassen möchte, dem empfehle ich ein abonoment des RSS-Feeds. Am besten mit Flock dem Community Browser mit Firefox Engine und 100% kompatiblen Web 2.0 Buzz Word Funktionen!

Follow this blog